Belgien. Das raue, echte, ungezähmte Herz des europäischen Radsports.

Diese Tour führt durch die raue Wallonie, über stille Waldwege, durch tiefe Naturparks und hinein in die kantigen Hügel der Ardennen. Belgien zeigt sich dabei wilder und ursprünglicher, als viele erwarten – weniger Postkarte, mehr echtes Terrain.

Abseits des Verkehrs rollen wir über ruhige Nebenstraßen, Wirtschaftswege und Ardennen-Gravel, stets begleitet von kurzen, kräftigen Anstiegen und dem Wind, der in Belgien selten Pause macht.

 

Eine Runde, die herber ist als viele Touren im Westen Europas – und genau deshalb so viel Charakter hat.

Gravel-Bikepacking-Runde durch Belgien mit schnellen Hardpack-Pisten, Waldwegen und ländlicher Landschaft.

Tour-Steckbrief

Startpunkt ist Godarville, etwas außerhalb von Charleroi.

Geplant sind 5 Fahrtage mit 6 Übernachtungen auf Campingplätzen, und 1 Übernachtung im Hotel.

Die Strecke kombiniert Asphalt, Wirtschaftswege, Ardennen-Gravel und kurze Waldpassagen
und bietet so eine abwechslungsreiche Mischung aus rauem Untergrund und stillen Naturabschnitten.

Nicht alpin, aber alles andere als flach: kurze, knackige Anstiege, unzählige Wellen und der typisch

belgische Gegenwind geben der Tour ihren charakteristischen, herben Charakter.

Was ist eine Scouting-Tour?

Bei einer Scouting-Touren bist du von Anfang an dabei, wenn wir neue Touren testen.

Sozusagen unsere Generalprobe.

Wir fahren die geplanten Route erstmals komplett ab, optimieren unterwegs und entdecken,

sollte es den notwendig sein, gemeinsam Alternativen.

Das bedeutet: eventuell kleinere Überraschungen, und flexible Tagesetappen,

Übernachtungen in der Regel auf Campingplätzen.

Das Fahrerlebnis bleibt unverändert: sportlich, abwechslungsreich und unvergesslich.

Eine Scouting-Tour ist deine Chance, eine unserer künftigen Top-Touren als Erster zu erleben.

Und das zu einem unschlagbaren Preis!


Leistungen:

  • Geführte Tour von Campingplatz zu Campingplatz

  • Campingplatz Übernachtungskosten
  • Selbstversorgung möglich – Einkaufsmöglichkeiten gibt’s unterwegs

WICHTIG: Die An- und Abreise ist NICHT in der Buchung enthalten, und wird vom Teilnehmer selber organisiert.

 

Tour-Daten

  • 5 Etappen, 7 Nächte
  • ca. 555 km Gesamtstrecke
  • ca. 5.000 Höhenmeter
  • Asphalt, Wirtschaftswege, rauer Gravel und Waldpassagen
  • Schwierigkeit: Herausfordernd, aber gut fahrbar – belgisch herb, mit kurzen Rampen und ehrlichen Wellen.
  • Unterwegs durch Naturparks, Wälder und Ardennenlandschaft.
  • Und abends? Frietjes, ein belgisches Bier und müde Beine – genau wie es sein soll.

Tour-Charakter

Ein vielseitiges Gravel-Abenteuer durch die Wallonie und die Ausläufer der Ardennen. Fünf Etappen, die mit kurzen, kräftigen Anstiegen, rauen Wegen und ruhigen Naturpassagen typisch belgischen Charakter zeigen.

Die Tagesdistanzen liegen zwischen 80 und 140 km – fordernd, aber gut fahrbar, ohne lange Anstiege, dafür mit vielen Wellen und gelegentlichem Gegenwind.

Gefahren wird auf Asphalt, Wirtschaftswegen, Ardennen-Gravel und Waldpassagen.

Wir fahren in gleichmäßigem, moderatem Tempo und bleiben als Gruppe jederzeit zusammen.

Eine Tour für alle, die die ehrliche, ungeschliffene Seite Belgiens erleben wollen.

Welches Fahrrad?

Für diese Tour eignen sich besonders Gravelbikes.

Mountainbikes sind nur eingeschränkt empfehlenswert – deren Einsatz sollte vorab mit dem Guide abgestimmt werden. Rennräder sind wegen dem hohen Gravel-Anteil der Strecke ungeeignet.


An- und Abreisetipp

Die Anreise nach Belgien erfolgt am einfachsten mit dem PKW, der Bahn oder – je nach Wohnort – auch per Flug nach Brüssel.
Wer mit dem Auto kommt, parkt dieses bequem in Luttre, Houbois oder in einem der umliegenden Orte mit sicheren Abstellmöglichkeiten.

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln empfiehlt sich die Anreise über Brüssel oder Namur, von dort aus weiter mit regionalen Zügen Richtung Tourstart.

Auch die Fahrradmitnahme ist auf vielen belgischen Strecken problemlos möglich.

Die Rundtour endet wieder in Charleroi – perfekt, da Abreise und Anreise am selben Ort stattfinden.
So lässt sich die Rückfahrt entspannt planen, egal ob per Auto, Bahn oder Flug.


Tour-Ablauf

Anreisetag in Charleroi

Unser gemeinsamer Startpunkt ist der Campingplatz in Godarville, mitten im grünen Herzen der Wallonie.
Ruhig, bodenständig und umgeben von dichten Wäldern – ein Ort, der perfekt zu einer herben Belgien-Tour passt.

Die Region wirkt ursprünglich: kleine Dörfer, schmale Straßen, dunkle Wälder und diese typische, etwas raue Atmosphäre, die man sofort mit den Ardennen verbindet. Keine große Bühne, sondern ehrlicher Boden unter den Reifen – ideal, um sich mental auf die kommenden Tage einzustimmen.

Godarville liegt nah an Naturparks und tiefen Waldgebieten, aber auch unweit kleiner Ortschaften, in denen man belgische Klassiker wie Frietjes, kräftiges Bier und rustikale Küche findet. Eine Mischung aus Einfachheit und Authentizität – genauso, wie diese Tour sein soll.

 

Wir treffen uns idealerweise ab Mittag auf dem Campingplatz in Godarville.

Der Campingplatz ist ca. 20 KM vom Flughafen entfernt, ideal um sich nach dem Flug kurz einzurollen.


Der Nachmittag dient zum Ankommen, letzten Vorbereitungen, Materialchecks und einer gemeinsamen Besprechung, bevor wir am nächsten Morgen in die erste Etappe starten.

 

 

Tag 1

Tag 1 – Von Godarville nach Bernissart

Start in Godarville, mitten im belgischen Hinterland – dort, wo die Wälder dicht sind, die Wege rau und der Wind selten Gnade kennt. Gleich zu Beginn zeigt die Strecke, worauf man sich hier einlässt: endlose Waldpassagen, zäher Untergrund und kleine Straßen, die mehr Charakter haben als Komfort.

Die Route zieht durch die Ardennen-Ausläufer, vorbei an dunklen Tannen, abgelegenen Weilern und Feldern, die vom Wetter gezeichnet sind.

Die Anstiege sind selten lang, aber sie kommen oft – ein ständiges Auf und Ab,

das typisch belgisch ist: unspektakulär, aber immer fordernd.

Zwischendurch wechseln Asphalt, brüchige Wirtschaftswege und überraschend grobe Schotterpassagen. Belgien zeigt hier seine herbe Seite – ehrlich, rau und ohne Schönreden. Die Landschaft ist weit genug, um zu beeindrucken, und eng genug, um niemals wirklich nachzulassen.

Je näher wir Bernissart kommen, desto mehr öffnet sich das Terrain. Breitere Wege, offene Felder, Wind von vorn oder von der Seite – und immer dieses Gefühl, dass jeder Kilometer verdient werden will. Der Ort selbst empfängt uns nicht mit Postkartencharme, sondern mit ehrlicher, bodenständiger Wallonie-Atmosphäre.

Ein Auftakt, der zeigt: In Belgien fährt man nicht – in Belgien arbeitet man sich voran. 

Etappendaten: 137,9 km · 730 Hm Asphalt, Wirtschaftswege, Schotter · Schwierigkeit: mittel–anspruchsvoll

 

 

Tag 2

Von Bernissart nach Robechies

Start in Bernissart, einem Ort, der genauso bodenständig wirkt, wie die Landschaft, die vor uns liegt. Schon nach wenigen Kilometern wird klar: Auch heute gibt es in Belgien keine Gnade. Kanten im Asphalt, grobe Wirtschaftswege, windoffene Felder – alles, was das belgische Hinterland ausmacht, liegt direkt vor den Reifen.

Die Route zieht südwärts und wechselt beständig zwischen Feldern, Waldstücken und zähen Übergängen. Die Anstiege sind kurz, aber bissig. Die Straßen sind schmal, nicht immer „schön“, aber ehrlich – Belgien eben.

Kein Postkartenland, sondern ein Terrain, das man sich erarbeitet.

Die Wälder entlang der französischen Grenze bringen Momente der Ruhe, doch auch hier bleibt der Untergrund fordernd: rauer Gravel, wurzelige Abschnitte, zähe Rampen. Man spürt in jedem Kilometer, dass dieses Land tief im Radsport verwurzelt ist – und gleichzeitig wenig Wert darauf legt, es einem leicht zu machen.

Je näher wir Robechies kommen, desto hügeliger wird das Profil. Kleine Weiler tauchen zwischen den Bäumen auf, oft still, fast verlassen. Die letzten Kilometer rollen hart, aber stimmungsvoll: offene Felder, knorrige Alleen und dieser typische belgische Wind, der selten von hinten kommt.

Robechies empfängt uns nicht mit Spektakel, sondern mit Ruhe – ein Ort, der perfekt zum Tag passt: herb, echt, erarbeitet. 

Etappendaten: 105,3 km · 581 Hm Asphalt, Wirtschaftswege, rauer Gravel · Schwierigkeit: mittel

 

 

Tag 3

Von Robechies nach Bouillon

Start in Robechies, still und unscheinbar – genau die Art von Ort, der perfekt in diese Region passt. Kaum lässt man die ersten Häuser hinter sich, zeigt Belgien sofort wieder seine raue Seite: schwere Wälder, zähe Rampen und Wege, die nicht kommen, um zu gefallen.

Die Route führt hinein in die Ardennen – und hier wird es ernst. Der Asphalt wird schmaler, die Hügel steiler, die Landschaft dichter. Was gestern noch wellig war, wird heute bergig. Anstiege, die sich ziehen. Rampen, die beißen. Gravel, der unverschämt grob ist. Belgien nimmt seine Rolle als härtester Teil Westeuropas sehr ernst.

Die Wälder zwischen Robechies und der Semois sind tief, dunkel und fast menschenleer. Man fährt stundenlang durch Kiefern, nasses Moos und Felswände, während der Untergrund unberechenbar bleibt.

Die Höhenmeter summieren sich, selten in einem großen Pass, sondern in einem endlosen Mosaik aus kurzen, brutalen Auffahrten.

Und dann, irgendwann, öffnet sich das Tal – und dort liegt Bouillon: eine Stadt, die wirkt, als hätte sie die Härte der Ardennen in ihre Mauern eingraviert. Die Burg thront darüber, die Semois windet sich durch den Ort, und alles strahlt diesen ehrlichen, kantigen Charakter aus, der diese Region so einzigartig macht.

Eine Etappe, die man nicht einfach fährt...Diese Etappe verdient man sich. 

Etappendaten: 120,0 km · 1.612 Hm Asphalt, Waldwege, grober Gravel, Ardennen-Rampen · Schwierigkeit: hoch

 

 

Tag 4

Von Bouillon nach Gedinne

Start in Bouillon, unterhalb der mächtigen Festung, die über dem Semois-Tal thront. Der Morgen riecht nach feuchtem Wald, kaltem Stein und belgischer Härte. Kaum rollt man aus der Stadt hinaus, beginnt das typische Ardennen-Spiel: steile Rampen, enge Straßen, Wald, Wald und noch mehr Wald.

Die Strecke steigt früh an – nicht explosiv, aber stetig, zäh, hartnäckig. Belgien zeigt sich hier von seiner kompromisslosen Seite: Asphalt, der schon bessere Tage gesehen hat, schmale Bänder zwischen Fels und Tannen, und immer wieder Abzweigungen auf rauen Waldwegen, die das Ganze nur noch würziger machen.

Die Höhenmeter sammeln sich unaufhaltsam. Keine langen Alpenanstiege, sondern dieses konstant fordernde belgische Profil: kurz, steil, gemein. Zwischen den Hügeln öffnen sich tiefe Täler, durch die Nebel ziehen. Der Wind pfeift über freigelegte Höhen, nur um im nächsten Moment im Wald komplett zu verschwinden.

Zum Nachmittag hin wird die Route offener, aber nicht leichter. Die Wege bleiben kantig, die Anstiege zahlreich. Doch gerade diese Mischung aus ehrlichem Terrain, ruppigen Passagen und ungeschliffener Natur macht diese Etappe so typisch Ardennen.

Die letzten Kilometer nach Gedinne rollen über ruhige Straßen durch dunkle Wälder, bevor der kleine Ort erscheint – unscheinbar, abgelegen, perfekt. Gedinne empfängt dich nicht mit Charmeoffensiven, sondern mit dem Gefühl, eine echte Etappe geschafft zu haben. 

Etappendaten: 108,0 km · 1.358 Hm Asphalt, Ardennen-Waldwege, ruppige Rampen · Schwierigkeit: hoch

 

 

Tag 5

Von Gedinne nach Charleroi

Start in Gedinne, einem Ort, der wirkt, als hätte er die Ardennen in seinen Fundamenten einbetoniert: dunkel, waldnah, ehrlich. Kaum rollt man los, folgt die Strecke sofort dem Rhythmus, der diese Tour geprägt hat: kurze, knackige Anstiege, raue Wege und der typische belgische Gegenwind, der selten Feierabend macht.

Die Route führt durch tiefe Wälder, vorbei an feuchten Lichtungen und über schmale Landstraßen, auf denen das Asphaltband manchmal mehr Idee als Realität ist. Es ist Belgien in Reinform: nicht hübsch, nicht höflich – aber unverwechselbar echt.

Im Mittelteil öffnen sich die Wälder zu breiteren Ebenen, doch auch hier bleibt das Profil fordernd. Immer wieder tauchen Rampen auf, die nicht nach Länge, sondern nach purem Willen fragen. Die Landschaft wirkt urig und kantig, mit Felsen, Farnen und Moos, das sich an die dunklen Hänge klammert.

Je näher wir Charleroi kommen, desto mehr schließt sich der Kreis dieser Tour. Die Wege werden erneut waldiger, enger, gröber – fast so, als wolle Belgien noch einmal zeigen, wofür es bekannt ist.

Die letzten Kilometer sind kein Triumphzug, sondern ein ehrliches Heimkommen: in das Terrain, das seit hundert Jahren Radsportlegenden formt.

Charleroi, empfängt uns ohne Spektakel – aber mit dem Gefühl, eine Tour beendet zu haben, die man nicht einfach fährt, sondern arbeitet, durchbeißt und erlebt. Ein Abschluss, der genau zum Charakter dieser belgischen Runde passt. 

Etappendaten: 83,5 km · 721 Hm Asphalt, Waldwege, Ardennen-Wellen Schwierigkeit: mittel

Anmerkung:

In der Nacht nach der Abschlussetappe (21. auf 22. August) übernachten wir in einem Hotel in Flughafennähe.
Da es in Charleroi selbst keinen Campingplatz gibt und die kurze Entfernung zum Airport die Rückreise deutlich erleichtert, ist diese Lösung die bequemste und sinnvollste Variante.


Hmm...was noch?

Was muss ich alles einpacken?
Mindestens zwei Ersatzschläuche (bei Tubeless zusätzlich Schlauch + Reparaturset).

Stauraum am Bike (Taschen, Hipbag oder Trikotfächer).

Ein Helm ist Pflicht. Ein Ersatz-Schaltauge, passend zu eurem Rad, unbedingt mitbringen.

Ein Fahrradschloss. Sicher ist Sicher.

Ladegeräte für elektronische Komponenten (Schaltung, Navi etc.). Wetterfeste Kleidung für unterwegs, da das Wetter jederzeit umschlagen kann. Dazu Wechselkleidung, Funktionswäsche, Unterwäsche und Hygieneartikel – eben alles, was man für eine Mehrtagestour braucht. Eine detaillierte Packliste stellen wir euch vorab zur Verfügung.

 

Sonst noch etwas Wichtiges?

Ausreichend Flüssigkeit auf den Etappen! Nehmt Trinkflaschen oder einen Trinkrucksack mit. Auch Energieriegel oder Snacks für unterwegs sind Pflicht, um die tägliche Belastung auszugleichen.

 

Wie ist das mit Essen & Getränken?

Die Campingplätze – bzw. je nach Tourangebot die Hotels – sind im Preis inbegriffen.

Snacks für unterwegs bringt ihr selbst mit. Getränke, Mahlzeiten und sonstige Verpflegung während oder nach den Etappen sind nicht im Preis enthalten.

 

Verkehr & verkehrssicheres Bike

Wir fahren überwiegend auf Gravelroads und Nebenstraßen, gelegentlich auch auf Hauptstraßen. Meist sind die Wege befestigt, einzelne Abschnitte können aber ruppig sein. Bringt unbedingt Licht mit – ein Rücklicht ist Pflicht, da wir unter Umständen in der Dämmerung ankommen. Sicherheit geht vor: gesehen werden ist entscheidend!

 

Welche Kleidung sollte ich einpacken?

Wir sind Mitte August in der Wallonie und den Ardennen unterwegs. Rechnet mit milden 20 bis 25°C, gelegentlich auch etwas darüber. Das Wetter ist typisch belgisch: wechselhaft, mit kurzen Schauern und schnellen Umschwüngen. Packt also funktionale, wetterfeste Kleidung ein – Sonne, Wolken und ein wenig Regen gehören hier einfach dazu.

 

Und sonst?

Es gibt keinen Gepäcktransport.

Die komplette Ausrüstung und Kleidung für die Dauer der Tour muss am Bike transportiert werden. Wir stellen allen Teilnehmern vorab eine Packliste zur Orientierung bereit.


Ein paar Infos über dich:

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