Fahrtechnik beim Bikepacking – wie anspruchsvoll sind unsere Touren wirklich?

Eine der häufigsten Fragen, die uns erreicht, lautet:

„Reicht mein fahrtechnisches Können für eure Bikepacking-Touren aus?“

Die kurze und ehrliche Antwort: Ja. In den allermeisten Fällen absolut.

Viele Interessierte unterschätzen ihr eigenes Fahrkönnen und haben Sorge, dass Bikepacking besondere fahrerische Fähigkeiten erfordert. Diese Sorge ist unbegründet – zumindest bei unseren Touren.

Also: Welche Fahrtechnik ist beim Gravel-Bikepacking nötig?

Unsere Bikepacking-Reisen führen nicht durch anspruchsvolles Mountainbike-Gelände.
Stattdessen bewegen wir uns überwiegend auf:

  • Schotterstraßen

  • Asphaltstraßen

  • ruhigen Nebenwegen

  • gelegentlich einfachen Offroad-Abschnitten wie

    • Wiesenwegen

    • gut fahrbaren Waldwegen

Diese Untergründe erfordern keine spezielle Fahrtechnik. Wer sicher Rad fährt, bremst, Kurven fährt und sein Bike kontrolliert bewegen kann, bringt bereits alles mit, was nötig ist.

Der größte Unterschied: Bikepacking-Taschen & Zusatzgewicht

Der eigentliche Unterschied zwischen einer normalen Gravel-Tour und einer Gravel-Bikepackingreise liegt nicht im Untergrund, sondern im Setup des Fahrrads.

Durch die montierten Bikepacking-Taschen verändert sich:

  • das Lenkverhalten

  • der Bremsweg

  • das Gesamtgewicht des Bikes

Das klingt zunächst nach einer Herausforderung – ist es aber nicht.
Nach etwa ein bis zwei Stunden Fahrzeit hat man sich an das zusätzliche Gewicht gewöhnt. Die veränderte Dynamik wird schnell intuitiv, ohne dass man bewusst darüber nachdenken muss. 

 

Voraussetzung ist natürlich ein technisch einwandfreies Rad – worauf es dabei ankommt, haben wir hier zusammengefasst.

Wie fit muss das Fahrrad sein?

Bergauf: weniger Technik, mehr Ehrlichkeit

Beim Bergauffahren spielt Fahrtechnik kaum eine Rolle.

Hier macht sich das zusätzliche Gewicht der Ausrüstung schlicht bei jedem Höhenmeter bemerkbar.

Das ist kein fahrtechnisches Problem, sondern eine Frage von:

  • Kraft
  • Rhythmus
  • realistischem Tempo

Und genau hier setzt Bikepacking an: nicht kämpfen, sondern ankommen.

Fazit: Bikepacking ist kein Technik-Test

Bikepacking – so wie wir es verstehen – ist keine fahrtechnische Mutprobe, sondern eine Reiseform.
Wer sicher Rad fährt, offen für neue Eindrücke ist und Freude an langen Tagen im Sattel hat, bringt die besten Voraussetzungen mit.

 

Wenn du Gravel fahren kannst, kannst du auch Bikepacking fahren.
Der Rest kommt unterwegs – ganz von selbst.

 

Der größte Unterschied zwischen Graveln und Bikepacking liegt im Gepäck – wie wir unsere Ausrüstung zusammenstellen, erklären wir hier im Detail.

 

Ausrüstung beim Bikepacking.

Bikepacking-Tour durch Kärnten – Radfahrerin fährt auf Schotterweg durch den Wald
Locker bleiben und die Fahrt genießen...dann kommt der Spaß und die Freude am Bikepacking ganz von selber.